Organisation
Die Zentralschweizer Regierungskonferenz (ZRK) ist als halbjährliche Plenarversammlung aller 38 Regierungsmitglieder und sechs Staatsschreiber das oberste Organ der Zusammenarbeit in der Zentralschweiz. Als Plattform dient sie der Meinungsbildung, des Meinungsaustauschs, der Aussprache und der Bereinigung von Vorlagen. Die ZRK wählt das ZRK-Präsidium, Vertretungen in Gremien und den Konferenzsekretär. Weiter genehmigt sie Rechnungen und Budgets der ZRK und weiterer, im Bereich der interkantonalen Zusammenarbeit in der Zentralschweiz tätigen Gremien. Die Kantone Zürich und Aargau sind seit 2001 bzw. 2006 assoziierte Mitglieder der ZRK und nehmen als Gäste an der Plenarversammlung teil.
Das ZRK-Präsidium hat ein Regierungsmitglied des Vorortkantons inne. Der Vorort wechselt alle zwei Jahre in der historischen Reihenfolge Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug. Zur Zeit (1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2009) stellt Obwalden den Vorort und mit Regierungsrat Niklaus Bleiker somit auch den Konferenzpräsidenten.
Mit dem ZRK-Ausschuss verfügt die Regierungskonferenz über ein eigentliches geschäftsführendes Organ. Er besteht aus je einer Vertretung der Vollmitgliedkantone und wird vom ZRK-Präsidium geleitet. Zur Zeit gehören dem ZRK-Ausschuss an:
- Regierungsrat Hugo Kayser, Nidwalden, Konferenzpräsident
- Regierungsrätin Yvonne Schärli, Luzern
- Regierungsrat Josef Arnold, Uri
- Regierungsrat Lorenz Bösch, Schwyz
- Regierungsrat Niklaus Bleiker, Obwalden
- Regierungsrat Dr. Matthias Michel, Zug
Der ZRK-Ausschuss bereitet die Plenarkonferenzen vor und vollzieht die ZRK-Beschlüsse. Seine zentrale Aufgabe aber ist die Fortentwicklung der Zusammenarbeit in der Zentralschweiz. Dazu begleitet er die Zusammenarbeitsprojekte und sammelt Erkenntnisse. Er prüft neue Zusammenarbeitsfelder und sucht nach geeigneten Zusammenarbeitsformen, die in Richtlinien und Musterverträge der Zusammenarbeit münden. Unterstützt wird der ZRK-Ausschuss von einem Konferenzsekretariat, das seinen Sitz in Stans hat und direkt dem ZRK-Präsidium unterstellt ist.
Die einzelnen Zusammenarbeitsprojekte werden von den Direktorenkonferenzen oder einem ad hoc Gremium als operative Zusammenarbeitsorgane bearbeitet. Es bestehen acht ständige Direktorinnen- und Direktorenkonferenzen:
- die Bildungsdirektoren-Konferenz Zentralschweiz (BKZ)
- die Zentralschweizer Baudirektorenkonferenz (ZBDK)
- die Zentralschweizer Finanzdirektorenkonferenz (ZFDK)
- die Zentralschweizer Gesundheits- und Sozialdirektorenkonferenz (ZGSDK)
- die Zentralschweizer Konferenz des öffentlichen Verkehrs (ZKöV)
- die Zentralschweizer Polizeidirektorinnen- und direktorenkonferenz (ZPDK)
- die Zentralschweizer Umweltschutzdirektorenkonferenz (ZUDK)
- die Zentralschweizer Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz (ZVDK)
Die Direktorenkonferenzen setzen im Rahmen von Zusammenarbeitsprojekten meist Arbeitsgruppen der zuständigen kantonalen Fachpersonen ein. Viele von ihnen bilden ständige Arbeitsgruppen und tauschen regelmässig Wissen und Interessen aus.
Eine Art Querschnittfunktion kommt der Zentralschweizer Staatsschreiberkonferenz zu. Die Staatsschreiber sind innerkantonal Ansprechpartner der Regierungen, aber auch der Parlamente und Verwaltungen. Dies ermöglicht ihnen einerseits das Einbringen dieser verschiedenen Sichten in die Zusammenarbeit und anderseits die Information über die Zusammenarbeit zurück in diese verschiedenen Organe.
